Geschichte

Eine historische Luftaufnahme des Ortes Mühldorf mit vielen traditionellen Häusern und Gebäuden, umgeben von viel Grün.

Erste geschichtliche Nennung der Gemeinde Mühldorf

Das freundliche Mühldorf im unteren Mölltal feierte im Jahr 1977 sein 800-jähriges Bestandsjubiläum. Die Grundlage dafür bildete eine Urkunde des Papstes Alexander III vom 6. April 1177, in der Mühldorf erstmals namentlich erwähnt wurde. In Wirklichkeit wurde der kleine Ort durch sein Salz schon 100 Jahre früher bekannt, für dessen Reinigung vor ca. 900 Jahren ein Sudwerk errichtet wurde. Der Betrieb wurde von den Millstätter Benediktinern, an welche die Gemeinde verschenkt wurde, jedoch bald wieder eingestellt, vermutlich weil er zu wenig ergiebig war.

Das Dorf der Mühlen

Ein altes Holzhaus mit einer Tür und einem Rad davor befindet sich am Straßenrand. Eine Straßenlaterne und ein Zaun befinden sich am Straßenrand.

Mühldorf erhielt seinen Namen von den zahlreichen Mühlen, die die fleißigen Bauern mitunter am stürmischen Mühldorfer Bach errichtet hatten. Auch heute ist man den Mühlen noch treu geblieben. Denn dort, wo früher die 11 Mühlen der Vorfahren klapperten, arbeitet heute noch eine der bekanntesten Kunstmühle des Kärntner Oberlandes; die Trattner Mühle.

Erste Lodenfabrik in Mühldorf

Ein Schwarz-Weiß-Bild zeigt ein Dorf umgeben von Feldern und Bergen. Menschen ernten im Vordergrund Feldfrüchte.

Aber nicht nur die Müller blieben bis heute ihrem Handwerk treu, auch die 1844 von Johann Hopfgartner errichtete Lodenfabrik bestand bis 1992 und machte ihren Namen bereits weit über die Grenzen Kärntens und Österreichs hinaus bekannt. Der Name stand für echte einheimische Qualitätsarbeit!

Industrie & Stromerzeugung

Ein altes Foto zeigt ein Auto, das auf einer unbefestigten Straße mit einem Zaun an einer Seite fährt, umgeben von einer ländlichen Landschaft mit Bergen im Hintergrund.

Das damalige Hammerwerk, in dem Mühldorfer Raffinier- und Tiegelstahl hergestellt wurde, wurde erst 1918 stillgelegt. Im Bereich dieses Werkes begann 1920 von den Traibacher Chemiewerken der Bau eines Elektrizitätswerkes, um die Kraft des Seebaches auszunützen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es von den österreichischen Draukraftwerken abgelöst. Auch die Flößerei, Kalk und Ziegel sowie Bergbau (Asbest und Talkum) waren von Bedeutung. Natürlich bildete die Landwirtschaft nach wie vor ein wichtiges Standbein für die einheimische Bevölkerung.

Mühldorf heute

Ein gelbes Gebäude mit einem Fahnenmast vorne, Bänken und geparkten Autos. Der Himmel ist blau mit einigen Wolken.

Seit dem Jahr 1992 ist die Gemeinde Mühldorf nach der Trennung von Reisseck wieder selbstständig. So wurden ab diesem Zeitpunkt alle wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie zum Beispiel Kindergarten, Volksschule, Sportanlagen wie Tennis- und Fußballplatz usw. geschaffen. Ein Kulturhaus bietet den Rahmen für verschiedenste Veranstaltungen der heimischen Vereine, von denen es hier etliche gibt. Sie sehen also, unser Mühldorf ist zwar eine kleine, aber äußerst dynamische Gemeinde und es ist bestimmt für jedermann einen Besuch wert!