Den Römern auf der Spur

Mühldorf, das Tor zur Antike

Ein malerischer Weg neben einem Kanal mit einer kleinen Holzstruktur auf der rechten Seite. Der Weg wird von üppigem Gras und Bäumen unter einem blauen Himmel gesäumt.

1177 wurde Mühldorf erstmals urkundlich erwähnt.

Historische Funde belegen jedoch erste Ansiedlungen bereits in der vorrömischen Zeit.

Ein Projektteam rund um den Archäologen Stefan Pircher betreibt seit 2017 Spurensuche auf der Schattseite Mühldorfs.

Erste Ergebnisse zeigen: Mühldorf ist nicht nur das Tor zum Mölltal, sondern auch das Tor zur Antike!

Die römischen Ausgrabungen

Archäologische Ausgrabungsstätte mit sichtbaren Steinstrukturen und Werkzeugen. Steinmauern und Artefakte deuten auf menschliche Aktivität in der Vergangenheit hin.

Römische Spangen und Münzen lassen sich auf die Jahrhunderte zwischen 0 und 400 n. Chr. datieren, eine Münze keltischen Ursprungs dürfte sogar aus der Zeit 200 v. Chr. stammen. Neben Münzen, Fibeln und Speerspitzen wurden die Überreste eines römischen Bades und Wohnhauses freigelegt. Der Standort weiterer römischer Gebäude wurde bereits identifiziert und weiterführende Untersuchungen legen nahe, dass Mühldorf jahrhundertelang als Bergbaugebiet genutzt wurde und die vorrömische/römische Ansiedlung Teil eines überregional zusammenhängenden Bergbauareals war.

Auf den Spuren der alten Kelten und Römer wandeln

Ein rundes, flaches graues Objekt mit einem radialen Muster und einem kleinen zentralen Buckel, auf einer weißen Oberfläche platziert.

Genau das wird in Zukunft in Mühldorf möglich sein.

In den nächsten Jahren entsteht in Mühldorf ein Erlebnisrundweg der ganz besonderen Art. Ausgehend von einem Schauraum werden die Besucher über einen Weg quer um und durch Mühldorf geführt und können bei einzelnen „Erlebnispunkten“ direkt in eine längst vergangene Welt eintauchen.

Ein keltisches Hügelgrab, ein nachgebautes römisches Aquädukt oder bspw. eine römische Palisade machen den historischen Wanderweg zu einem interaktiven und erfahrbaren Erlebnis!