Schnellsuche:  

Sehenswürdigkeiten
Pfarrkirche Mühldorf
Filialkirche Rappersdorf
Barbarossaschlucht

  layout-design-programmierung

Pfarrkirche Mühldorf

Die Pfarrkirche wurde das erste Mal 1177 urkundlich erwähnt und ist dem Hl. St. Vitus geweiht, einem der 14 Nothelfer. Sie ist ein kleiner spätgotischer Langbau, und wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts verändert. Der Hochaltar, an den Seiten mit Akantusblattwerk geschmückt, entstand um ca. 1700. Das Mittelbild zeigt den Hl. Vitus, oder Veit mit der Märtyrerpalme. Das Oberbild stellt die Heiligste Dreifaltigkeit dar. Der Seitenaltar wurde um 1621 von Augustin Schüttpacher aus Drauhofen gestiftet und zeigt im Mittelbild Maria Hilf und das Oberbild den Hl. Chrysostumos. Die Rokokokanzel hat in der Mitte den Sämann und um die Kanzel sind vier Evangelisten postiert. An der Nordseite des einschiffigen Langhauses aus dem die Kirche besteht, sehen wir eine nachbarocke Kreuzigungsgruppe. Im Langhaus südseitig sind der Hl. Johannes Nepomuk, Antonius von Padua und Christus Salvator zu sehen, welche um 1800 entstanden sind. Links ober dem Marienaltar befinden sich die spätgotischen Statuetten des Hl. Georg und Florian. Die Kirche besitzt eine mechanische Kegelladenorgel mit 5 Registern im Manual und einem Pedalregister. Erbaut wurde sie 1844 von der Familie Rieger aus Oberschleßien. Natürlich ist auch ein Kreuzweg zu sehen, der aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt und im Öl-Druck-Verfahren hergestellt wurde. Die Fastenkrippe, links in der Seitennische, ist eine wahre Kostbarkeit aus dem Jahre 1863 und stellt den Bethlehemitischen Kindermord dar. 1916 kam es wegen des Mangels an Kriegsmaterial zur Abnahme der großen Mühldorfer Glocke um sie einzuschmelzen. Heute sind drei Glocken im Kirchturm untergebracht. Zwei Stahlglocken aus dem Jahre 1923 und eine Marienglocke aus dem Jahre 1958

 

Filialkirche Rappersdorf

Die Filialkirche in Rappersdorf liegt etwa 1,5 km östlich von Mühldorf. Sie ist dem Hl. Andreas geweiht und wurde 1388 erstmals urkundlich erwähnt. Das Langhaus der kleinen spätgotischen Kirche wurde im barocken Stil verändert. Zu dieser Zeit wurde auch der Turm angebaut. Die Fragmente des Christophorusfreskos im Inneren des Turmes stammen aus dem 15. Jahrhundert. Das einschiffige Langhaus aus dem die Kirche besteht wird durch einen spitzbogigen Triumphbogen vom Chorraum getrennt, der in der Breite
 und Höhe dem Kirchenschiff entspricht. An der rechten Seite dieses Triumphbogens ist die Schnitzstatue des Hl. Martin angebracht. Der Hochaltar stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist wie die Pfarrkirche in Mühldorf mit reichem Akantusdekor geschmückt. Das Altarblatt stellt den Kirchenpatron St. Andreas dar. Den Aufsatz des Altars ziert das Bild Verkündigung Mariä. Der linke Seitenaltar stammt aus dem Jahre 1520. Im Altarschrein befinden sich wie in der Mühldorfer Kirche der Hl. Georg und Florian. Die Bilder der Altarflügel zeigen die Hl. Dionisos, Nikolaus, Barbara, Ursula, Katharina und Dorothea. Das Predellarelief stellt die Anbetung der Könige dar und auf den Flügeln sieht man die Heiligen Stephanus und Laurenzius. Im Gesprenge findet man den Hl. Sebastian und links vom Seitenaltar den Hl. Rochus. 1916 wurden Rappersdorf die zwei Glöcklein genommen und zu Kanonenkugeln eingeschmolzen. Nach Kriegsende erhielt Rappersdorf eine Stahlglocke mit ziemlich unbefriedigendem Klang. Natürlich kein Vergleich zu den vorherigen Glocken, die aus Zinn und Kupfer hergestellt wurden. „Möge sich bald eine zweite dazugesellen“ war der Wunsch des damaligen Pfarrers für Rappersdorf. Es dauerte 75 Jahre bis sich sein Wunsch endlich erfüllte.

 

Barbarossaschlucht

Radler oder Wanderer, die sich abkühlen wollen, können in der Klinzerschlucht eine Freiluftdusche nehmen. Die Wanderung in die Schlucht dauert als Rundweg ca. 90 Minuten. Stege und Brücken überwinden dabei die Wasserfälle und Kaskaden des Bergbaches. Wer will, kann hier natürlich im eisigen Bergwasser Abkühlung suchen.

Andreas Klinzer, der damals den Niedergang seiner Hammerwerke nicht mehr verhindern konnte, erkannte im Fremdenverkehr die große Chance für die Zukunft. So ließ er 1899 einen 800 Meter langen Steig durch die Schlucht legen, auf welchem die Gäste die ein herrliches Naturschauspiel bewundern konnten. Die einzelnen Rastplätzchen erhielten romantische Namen. So gab es z.B. gleich am Anfang der Schlucht einen Nixenteich, und auf einer hölzernen Sperre war tatsächlich eine färbige Nixe zu sehen. Durch die hohle Gasse erreichte man den Barbarossa-Tisch, an dem Kaiser Barbarossa angeblich nächtigte. Der Barbarossa-Tisch ist auch heute noch zu sehen. Später verfiel der Schluchtweg und wurde erst durch Bürgermeister Scheiflinger wieder begehbar gemacht.

INFO Gemeindamt Mühldorf 9814 Mühldorf 10 Tel. Nr.: (04769) 2285-0