Dorfmusik Mühldorf

Obmann Markus Hafner / Kplm. Mario Glanzer
Dorfmusik Mühldorf
Dorfmusik Mühldorf

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E-Mail-Adresse Obmann persönlich: markushafner136@gmail.com

Die im Jahre 2000 neu gegründete Dorfmusik ist kein Nachfolger der ehemaligen Hopfgartner Werksmusik, denn schon über 20 Jahre lang gab es keine Musik mehr im Dorf. Ein trauriger Umstand, den man ändern wollte. Ziel war es, eine „Böhmische Blasmusik“ zu gründen, die Polka, Walzer und Märsche spielt – eben die Egerländer Musik.

Gründung

Initiator Werner Ritzinger ist selbst seit seinem 10. Lebensjahr Musikant und spielt noch in Kolbnitz bei der Trachtenkapelle. Obwohl schon 1998 die Idee dazu geboren war, konnte sie erst 2000 umgesetzt werden. Durch seine persönliche Ansprache fand er begeisterte vor Ort, aber Werner Ritzinger ließ auch über Radio Kärnten (durch Mike Diwald) einen Aufruf starten, in dem man Musikerinnen und Musiker suchte, was auch glückte.                                                                  45.000 Euro wurden benötigt, um starten zu können. Kosten für Instrumente, Notenständer und das ganze Zubehör inklusive  Noten. Erst nach dem ersten Konzert beim Mühldorfer Dorffest kam diese Investition durch Spenden von der Bastelrunde und der Zechgemeinschaft, durch öffentliche Förderungen und mit Mitgliedsbeiträgen, sowie aus den Erlösen der Auftritte wieder herein. Eine zusätzliche Baustein-Aktion schlug voll ein, viele Mühldorfer unterstützten die Dorfmusik tatkräftig. Der Verein war schon binnen eines Jahres wieder in den schwarzen Zahlen.

Probenraum

Geprobt wurde anfangs jeden Sonntagvormittag im Kultursaal und später im jetzigen Sitzungssaal der Gemeinde. Ziel der Musikanten war es, nach einem ersten Auftritt beim Dorffest 2000 als Kapelle wieder wahrgenommen zu werden. Der erste Auftritt auf dem Dorfplatz dauerte fünf Stunden, bei dem auch die neuen Instrumente gesegnet wurden. Seit dem Jahr 2001 ebenfalls Tradition: am 1. Mai spielt die Dorfmusik auf einen Wagen, am Anfang von der Firma Fürstauer, dann von der Firma Trattner. 2001 sponserte die Firma Hopfgartner Loden die erste Tracht: eine lange graue Hose, Hirtenhemd, rotes Gilet und einen hellgrauen Walker, dazu einen grauen Filzhut. Im selben Jahr begann der Ausbau des ehemaligen ASKÖ- Clubraumes im Keller von Kulturhaus zum Probelokal. Zusammen mit einem Akustiker wurde die Raumhöhe vergrößert und mit Absorbern ausgestattet, damit ein optimaler Klang erzeugt wird. Nach 7 Monaten Bauzeit und ca. 900 Stunden freiwilligen und anstrengenden Arbeitsstunden konnte im Juni 2002 die erste Probe abgehalten werden, man lud die Öffentlichkeit stolz zur Besichtigung ein.

Jugendarbeit

Viele Musikerinnen und Musiker waren schon sehr professionell, andere besuchten noch nebenbei die Musikschule. Die ersten beiden Jahre kamen noch keine Kinder und Jugendliche hinzu, aber Richard Tschlatscher (selbst Musiklehrer), der sehr beliebt bei der Bevölkerung war, animierte die Jugend zum Erlernen eines Instrumentes. Gemeinsam mit den Trachtenkapellen Lind und Hasslacher entstand das erste regional übergreifende Jugendorchester in Kärnten, die sogenannten „Mü-s-li-kanten“ – eine Wortschöpfung aus den Anfangsbuchstaben der Namen ihrer Herkunftsgemeinden. Während der Musikschule und bis zum Alter von 18 Jahren, verblieben die Kinder und Jugendlichen dort. Die Mini-Müslikanten im Alter von 9 bis 10 Jahren wurden separat zum Spielen zusammengefasst.

Kapellmeister

Oswald Zauchner war der erste Kapellmeister der Dorfmusik und blieb dies für zwei Jahre, ihm folgte ab Oktober 2002 Richard Tschlatscher aus St. Peter ob Radenthein. Seine Nachfolge trat der junge Tenor Mario Glanzer ab März 2014 an, der aus den eigenen Reihen der Dorfmusik und aus Mühldorf kommt. Ein großes Talent und ein engagierter Musiker, der auch von den älteren Musikanten akzeptiert wurde. Frischer Wind kam dadurch zum bewährten Programm hinzu, immerhin bis zu 80 Stücke hat die Dorfmusik in der Mappe und im Repertoire. Mit der Jugend kamen auch neue Ideen, wie etwa die Austragung von „Mühldorf Rockt“ mit jungen Bands.

Gefördert von der Gemeinde und mit Mitgliedsbeiträgen erhält sich die Musik selbst, denn die Dorfmusik spielt, um zu unterhalten, dabei darf auch getanzt werden. Zwei bis drei Stunden sind dabei keine Seltenheit. Seit 15 Jahren aktiv kann die Truppe auf eine Vielzahl von Auftritten zurückblicken: Neben den Pflichtterminen im Ort (örtlichen Vereinen und kirchlichen Anlässen) ist die Dorfmusik auch weit über die Grenzen Kärntens (Melsungen, Kirchhof, Mühldorf am Inn) musikalisch unterwegs. Das Quartett der Dorfmusik war sogar schon in Frankreich zu einer Hochzeit eingeladen. Die Barbarafeiern in der Kaverne von Reißeck II waren ein unvergessliches Ereignis. Mit sechs Sekunden Nachhall eine unbeschreiblich schöne Akustik.

Einige Highlights der Dorfmusik sollen nicht unerwähnt bleiben: 2010 organisierte man ein großes Bezirksmusikertreffen auf dem Spotplatz, bei dem 800 Musiker vom Glockner bis zur Koralpe stammend, teilnahmen. Mit Tafelträgern und Kapellenpaten unter herrlich blauem Himmel hallte die Musik bis weit hinauf ins Mölltal. Zu dieser Veranstaltung wurden drei Musikstücke auf CD aufgenommen und ein Beitrag für Kärnten heute produziert.

Zum zehnjährigen Jubiläum wurden gemeinsam mit dem Kärntner Heimatwerk zwei Trachten mit den Farben des Gemeindewappens kreiert. Die Bodenhaftung ist damit gemeint und die Dorfmusik hat sich mit Absicht nicht in Trachtenkapelle umbenannt, sondern der Name "Dorfmusik" bleibt weiterhin erhalten.
Zum einen entstand eine Tracht in Rot gehalten nur für die Dorfmusik und gleichzeitig eine in Grün als Gemeindetracht.

2011 veranstaltete man mit dem Kindergarten ein gemeinsames Projekt „die Blasmusik im Kindergarten“. Ein Jahr lang besuchten wir mit der Musik den Kindergarten. Hier konnten die kleinen Knirpse Tracht, Instrumente kennenlernen, basteln und ausprobieren. Auch ein Besuch mit dirigieren im Probelokal stand am Programm. Auch diese Aktion wurde für Kärnten heute aufgezeichnet, was den kleinen großen Spaß machte.

Anlässlich der Jubiläumsfeier „20 Jahre Gemeinde Mühldorf“ überreichte man Bürgermeister Erwin Angerer die Noten von „Mühldorfer Heimatwalzer“, komponiert von Sepp Abwerzger. Ein einzigartiges Geschenk und eine bleibende Hymne an Mühldorf. Der Walzer wurde während der Feier uraufgeführt.

Seit 2014 ist die Dorfmusik Mühldorf im Genuss, einen Kapellmeister aus den eigenen Reihen hervorgebracht zu haben: Mario Glanzer schwingt nun schon seit vier Jahren den Taktstock.

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