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Barbarossaschlucht

Abenteuer, Natur und Geschichte für die gesamte Familie

Mythos Barbarossa

Friedrich I., auch bekannt als Friedrich "Rotbart" Barbarossa ist eine überaus bedeutende historische Persönlichkeit, über die man leider viel zu wenig weiß. Und wie so oft geht mit dieser Tatsache einher, dass sich darob viele Legenden um diesen großen Herrscher ranken, deren Existenz eine gewisse Spannung aufbauen und Neugierde wecken.

 

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Projekt Barbarossaschlucht - Tor zum Mölltal

 

 
Barbarossatisch

 

  • Tisch mit mystischem Sitzplatz
  • Mystischer Feuerplatz
  • Geomantische Phänomene:
    - Leyline mit feurigem Äther
    - Ausatempunkt der Erde
    - Einstrahlpunkt
    - vorherrschender Feuer äther
 

Die Legende

Friedrich Barbarossa führte selber mit seinem Onkel Welf VI. einen Krieg gegen Konrad III., der jedoch erfolglos ausging. Nach der Erkrankung seines Vaters übernahm Friedrich III. das Herzogsamt in Schwaben. Bereits bei dem 2. Kreuzzug, zeichnete sich Friedrich als Ritter und guter Kämpfer aus.

Nach dem Tode seines Onkels, des Königs Konrad III., wurde er 1152 zum König gewählt. Warum er und nicht Friedrich von Rothenburg, der Sohn seines Vorgängers, König wurde, ist umstritten. Offiziell heißt es, Konrad III. hätte seinen Neffen zum Nachfolger ausgesucht, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass sein Sohn übergangen wurde.

Er erhielt jedenfalls das Herzogtum Schwaben. Nach dem Konstanzer Vertrag mit Papst Eugen III., wurde Friedrich 1155 auch auf seinem ersten Italienzug zum Kaiser gekrönt. Der Vertrag beinhaltete auch die Scheidung Friedrichs von Agnes von Vohburg und die Heirat mit Beatrix, der Erbin der Grafschaft Burgund.

 

Zunächst suchte er innenpolitisch den Frieden mit den Welfen: Im privilegium minus erhob er seinen Vetter Heinrich den Löwen, Herzog von Sachsen, zum Herzog von Bayern, und trennte Österreich von Bayern, erhob es zum reichsunmittelbaren Herzogtum und gab es dem Babenberger Heinrich Jasomirgott, dem früheren Herzog von Bayern als Lehen. Ferner machte er Polen 1157 tributpflichtig und erhob Böhmen zum Königreich.

Außenpolitisch suchte er die Kaisermacht in Italien zu stärken indem er insgesamt 6 Italienzüge anführte. In Italien bekam er auch seinen Beinamen Barbarossa ("Rotbart"). Auf seinem ersten verweigerte ihn Mailand die Huldigung: damit begann der jahrelange Unabhängigkeitskrieg der oberitalienischen Städte. Die roncalischen Beschlüsse von 1158 machten aus Italien durch und durch eine deutsche Provinz. Auf seinen zweiten Italienzug zerstörte Friedrich Mailand 1162 restlos und versuchte das Schisma zugunsten Viktors IV. zu beenden, scheiterte aber an Alexander III. und den westeuropäischen Staaten. Bei seinem dritten Zug verbündeten sich die oberitalienischen Städte erstmals, das zum lombardischen Städtebund 1167 führte. 1167 eroberte er auf seinem vierten Zug Rom, jedoch raffte eine Seuche den größten Teil seines Heeres nieder. Daraufhin wurden alle kaiserlichen Statthalter aus Italien vertrieben: Die deutsche Herrschaft in Italien war beendet.

 

Nach seinem Scheitern in Italien, baute er die Kaisermacht in Deutschland durch Bau von Burgen aus. 1169 ließ er seinen Sohn Heinrich zum König wählen. Das Treffen mit Ludwig VII., König der Franzosen, im Jahre 1171, sorgte für eine Annäherung zwischen den beiden Staaten.

 

 

 

Die Teufelstritte von R. Hilgarter

Nördlich von Mühldorf zeigt die Klinzer Schlucht in die Richtung der Reißeckgruppe. Durchwandert man diese Schlucht so stößt man am Ende derselben auf den Barbarossatisch und die Kanzel. In Jahrtausenden hat der Mühldorferbach, aus dem Reißeckgebiet kommend, eine enge und tiefe Schlucht gegraben. Riesige Felsblöcke wurden hier infolge ihrer Größe abgelagert. Unter einer solchen Felswand, die wie ein Dach weit vorragt, befindet sich der geheimnisumwitterte Barbarossatisch. Auf einer runden Trockenmauer liegt eine wuchtige Steinplatte als Tischplatte und gegenüber auf einem Felsvorsprung, wie in einer Kirche, erhebt sich die Kanzel. Von ihr aus überblickt man einen Großteil der Schlucht und das lauschende Ohr richtet sich in das Tal, gegen Mühldorf. Der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa (1125 -1190) zog einst mit seinen tapferen Kriegern gegen Norden und machte, von der Nacht überrascht, hier mit seinen Mannen Rast und legte sein müdes Haupt auf diese Tischplatte. Einige seiner Tapferen hielten in der Umgebung Nachtwache. Einer horchte von der Kanzel in die Nacht hinaus. Ein paar Männer waren unterwegs um den weiten Weg auszukundschaften. Plötzlich hörte der Posten auf der Kanzel ein fürchterliches Getöse und Geschnaube, welches immer näher kam. Die Wegkundschafter wurden in der Dunkelheit von einer schrecklichen Gestalt, mit einem Pferdefuß und langem Schwanz, überrascht. Die unerschrockenen Krieger hielten kurz inne, aber, ob dieser furchterregenden Gestalt ergriffen auch sie die Flucht. Der Teufel folgte ihnen in leibhaftiger Gestalt. Endlich erreichten sie den Felsen unter welchem der Barbarossatisch stand und sprangen hinunter und genau zum selben Zeitpunkt ertönten die ersten Glockenschläge der Morgenglocke in Mühldorf. Die Krieger waren somit gerettet und der Teufel musste seine Verfolgung aufgeben. Aus Zorn über sein missglücktes Unternehmen stampfte er mit den Beinen so heftig auf den Felsen, sodass deutlich sichtbare Vertiefungen zurückblieben (Teufelstritte). Der Teufel verschwand mit einem trommelfellzerreißenden Aufschrei und unter Zurücklassung eine himmelhochsteigenden und stinkenden Schwefelwolke für immer aus dieser Schlucht. Das Wasser des Mühdorfer Baches spülte Steine in diese Vertiefungen. Im Laufe der Zeit schliffen sie diese bis zu einem halben Meter Tiefe aus, heute Strudeltöpfe genannt. Die Bewohner des Dorfes kennen zwar den Barbarossatisch und die Kanzel, die Strudeltöpfe sind aber beinahe in Vergessenheit geraten, da sie fast unzugänglich, auf dem Felsen unter welchem der Barbarossatisch steht, liegen.  Kaiser Barbarossa soll mit seinen Mannen tief unter diesen Felsen schlafen, und erst Wieder aufwachen, wenn Vernunft, Vertrauen, Gerechtigkeit und Frieden das Gute in der Welt regieren wird.

Erlebnispunkt Teufelstritte Zu den Teufelstritten erzählt man sich in Mühldorf folgende Geschichte.