Friedrich Barbarossa führte selber mit seinem Onkel Welf VI. einen Krieg gegen Konrad III., der jedoch erfolglos ausging. Nach der Erkrankung seines Vaters übernahm Friedrich III. das Herzogsamt in Schwaben. Bereits bei dem 2. Kreuzzug, zeichnete sich Friedrich als Ritter und guter Kämpfer aus. Nach dem Tode seines Onkels, des Königs Konrad III., wurde er 1152 zum König gewählt. Warum er und nicht Friedrich von Rothenburg, der Sohn seines Vorgängers, König wurde, ist umstritten. Offiziell heißt es, Konrad III. hätte seinen Neffen zum Nachfolger ausgesucht, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass sein Sohn übergangen wurde. Er erhielt jedenfalls das Herzogtum Schwaben. Nach dem Konstanzer Vertrag mit Papst Eugen III., wurde Friedrich 1155 auch auf seinem ersten Italienzug zum Kaiser gekrönt. Der Vertrag beinhaltete auch die Scheidung Friedrichs von Agnes von Vohburg und die Heirat mit Beatrix, der Erbin der Grafschaft Burgund. Zunächst suchte er innenpolitisch den Frieden mit den Welfen: Im privilegium minus erhob er seinen Vetter Heinrich den Löwen, Herzog von Sachsen, zum Herzog von Bayern, und trennte Österreich von Bayern, erhob es zum reichsunmittelbaren Herzogtum und gab es dem Babenberger Heinrich Jasomirgott, dem früheren Herzog von Bayern als Lehen. Ferner machte er Polen 1157 tributpflichtig und erhob Böhmen zum Königreich. Außenpolitisch suchte er die Kaisermacht in Italien zu stärken indem er insgesamt 6 Italienzüge anführte. In Italien bekam er auch seinen Beinamen Barbarossa ("Rotbart"). Auf seinem ersten verweigerte ihn Mailand die Huldigung: damit begann der jahrelange Unabhängigkeitskrieg der oberitalienischen Städte. Die roncalischen Beschlüsse von 1158 machten aus Italien durch und durch eine deutsche Provinz. Auf seinen zweiten Italienzug zerstörte Friedrich Mailand 1162 restlos und versuchte das Schisma zugunsten Viktors IV. zu beenden, scheiterte aber an Alexander III. und den westeuropäischen Staaten. Bei seinem dritten Zug verbündeten sich die oberitalienischen Städte erstmals, das zum lombardischen Städtebund 1167 führte. 1167 eroberte er auf seinem vierten Zug Rom, jedoch raffte eine Seuche den größten Teil seines Heeres nieder. Daraufhin wurden alle kaiserlichen Statthalter aus Italien vertrieben: Die deutsche Herrschaft in Italien war beendet. Nach seinem Scheitern in Italien, baute er die Kaisermacht in Deutschland durch Bau von Burgen aus. 1169 ließ er seinen Sohn Heinrich zum König wählen. Das Treffen mit Ludwig VII., König der Franzosen, im Jahre 1171, sorgte für eine Annäherung zwischen den beiden Staaten. |